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Warum KI-Projekte nachhaltiger und ethischer gestaltet werden müssen

Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, unsere Welt grundlegend zu verändern – und das tut sie bereits. Von der Optimierung von Produktionsprozessen über die Automatisierung von Dienstleistungen bis hin zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle: Die Möglichkeiten, die KI bietet, scheinen schier endlos. Doch mit großer Macht kommt auch große Verantwortung. In diesem ersten Beitrag unserer Serie werfen wir einen Blick darauf, warum Unternehmen bei der Umsetzung von KI-Projekten Nachhaltigkeit und Ethik von Anfang an berücksichtigen sollten.

Die Chancen und Risiken von KI

Künstliche Intelligenz kann einen bedeutenden Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen leisten. Beispielsweise kann sie dazu beitragen, den Energieverbrauch in der Industrie zu optimieren, Verkehrsströme effizienter zu steuern oder den Ressourcenverbrauch zu minimieren. Solche Anwendungen tragen unmittelbar zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen bei, indem sie ökologische und ökonomische Vorteile verbinden.

Gleichzeitig birgt der Einsatz von KI jedoch auch erhebliche Risiken. Einer der größten Kritikpunkte ist der enorme Energieverbrauch, der mit der Nutzung und dem Training von KI-Modellen einhergeht. Insbesondere bei großen, datenintensiven Anwendungen können die CO2-Emissionen beträchtlich sein. Ein weiteres Risiko liegt in der sozialen Dimension: KI-Systeme können, wenn sie nicht richtig konzipiert und überwacht werden, ungewollt Diskriminierung und Voreingenommenheit verstärken. Das bekannteste Beispiel hierfür sind Algorithmen, die bestimmte Bevölkerungsgruppen benachteiligen, weil sie auf verzerrten Datensätzen trainiert wurden.

Nachhaltigkeit und Ethik: Zwei Seiten derselben Medaille

Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen, denken viele zunächst an ökologische Aspekte wie den Klimaschutz. Doch Nachhaltigkeit umfasst weit mehr als das. Die Vereinten Nationen definieren Nachhaltigkeit als das Streben nach ökologischer, sozialer und ökonomischer Gerechtigkeit – heute und für künftige Generationen. Diese drei Dimensionen sollten auch bei der Entwicklung und Implementierung von KI-Lösungen berücksichtigt werden.

Ethische Überlegungen sind in diesem Zusammenhang von zentraler Bedeutung. Sie stellen sicher, dass KI-Systeme nicht nur effizient und innovativ sind, sondern auch fair, transparent und verantwortungsvoll agieren. Ethische KI bedeutet beispielsweise, dass Algorithmen nachvollziehbar sind, dass die Privatsphäre der Nutzer geschützt wird und dass Entscheidungen auf der Basis solider und fairer Daten getroffen werden.

Der Handlungsdruck für Unternehmen

Unternehmen stehen heute mehr denn je unter Druck, ihre Geschäftsmodelle nachhaltig und verantwortungsbewusst zu gestalten. Die Öffentlichkeit, Regulierungsbehörden und Investoren verlangen zunehmend Nachweise dafür, dass Unternehmen ihre soziale und ökologische Verantwortung ernst nehmen. Dies gilt insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz, die immer mehr ins Zentrum des gesellschaftlichen Diskurses rückt.

Regulatorische Anforderungen wie die EU-Richtlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung oder das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz zwingen Unternehmen dazu, ihre Geschäftspraktiken umfassend zu überdenken. Es reicht nicht mehr aus, sich ausschließlich auf den ökonomischen Erfolg zu konzentrieren. Unternehmen müssen zeigen, dass sie sich ihrer Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt bewusst sind und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Auch die ethische Dimension gewinnt zunehmend an Bedeutung. Skandale wie diskriminierende Algorithmen oder der Missbrauch von Nutzerdaten haben das Vertrauen der Öffentlichkeit in KI erschüttert. Unternehmen, die hier nicht proaktiv handeln und ethische Standards implementieren, riskieren nicht nur Reputationsverluste, sondern auch rechtliche Konsequenzen.

Die Rolle von Unternehmen in einer nachhaltigen Zukunft

Unternehmen haben die Möglichkeit – und die Verantwortung –, die Zukunft der Künstlichen Intelligenz aktiv mitzugestalten. Indem sie nachhaltige und ethische Prinzipien in ihre KI-Projekte integrieren, können sie nicht nur gesellschaftliche und ökologische Vorteile schaffen, sondern auch langfristig ihren eigenen Erfolg sichern. Nachhaltigkeit und Ethik sollten daher nicht als Hemmnisse, sondern als Chancen begriffen werden.

Ein nachhaltiges und ethisches KI-Projekt ist nicht nur ein Beitrag zum Gemeinwohl, sondern auch ein Wettbewerbsvorteil. Unternehmen, die hier eine Vorreiterrolle einnehmen, können sich als verantwortungsvolle Innovatoren positionieren und das Vertrauen von Kunden, Partnern und Investoren gewinnen.

Fazit: Warum jetzt gehandelt werden muss

Die Implementierung von KI-Systemen ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeit und Ethik ist keine Option mehr. Unternehmen, die diesen Aspekt ignorieren, riskieren nicht nur ihre Reputation, sondern auch ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Jetzt ist die Zeit, Verantwortung zu übernehmen und Künstliche Intelligenz so zu gestalten, dass sie einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leistet.

In den kommenden Beiträgen dieser Serie werden ich Ihnen konkrete Ansätze, Tools und Best Practices vorstellen, wie Sie KI-Projekte nachhaltig und ethisch verantwortungsvoll umsetzen können. Denn nur wer heute die Weichen richtig stellt, wird morgen von den Chancen der KI profitieren.

Kontaktieren Sie mich, wenn Sie Fragen zu Ihren KI Projekten und Strategien haben und/oder Schulungen und Weiterbildungen in diesem Bereich brauchen

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Konferenz: Auswirkungen von KI im Digitalen Journalismus auf Glaubwürdigkeit und Ethik

Ich freue mich einer spannenden Einladung folgen zu können, die mich nicht nur zu einem spannenden Thema bringt, sondern auch zurück zu meinen beruflichen Anfängen, bzw. meinem damals schon aktiven Verbandsengagement – zum Deutschen Journalistenverband. Vor vielen Jahren habe ich beim DJV Hamburg den Arbeitskreis Junge JournalistenInnen ins Leben gerufen und gemeinsam mit meinem Kollegen Frank Riedel geleitet.

Doch darum soll es eigentlich nicht gehen, auch wenn die Erinnerungen erheblich getriggert wurden. Vielmehr geht es um die Zukunft und nichts geringeres als die Überlebensfähigkeit und Zukunft des Journalismus schlechthin. Wir werden auf der Konfernez – hier geht zur Anmeldung und mehr Infos Link über die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf die Glaubwürdigkeit journalistischer Angebote diskutieren. Es stellen sich hier nicht nur viele ethische Fragen, ob und wie KI eingesetzt werden sollte, nicht zuletzt weil sich die Frage stellt, ob Medienunternehmen und Journalisten hier nicht nur Passagiere auf der Reise sind. Es geht auch um existenzielle Frage, die wir bereits auch vor dem generellen Hintergrund des Internets und der Digitalisierung seit vielen Jahren diskutieren, nämlich nach der Rolle und dem Selbstverständnis des Journalismus in unserer Gesellschaft. In Zeiten von ChatGPT, MidJourney und Co. werden diese Fragen um ein Vielfaches komplexer und wichtiger.

Ich freue mich sehr – Wir sehen uns am 16.09. in Wuppertal.

Kurzvorstellung der Konferenz von der Webseite:

Mensch & Maschine – Die Beschleunigung des Journalismus?

Medienschaffende aus ganz Deutschland treffen sich am 16. September 2023 im codeks in Wuppertal zum Journalismuskongress „Besser Online“.

In der Stadt, die bekannt ist für ihre Schwebebahn und seltene Mammutbäume, lautet das Motto „Mensch & Maschine – Welche Intelligenz Journalismus braucht“.

Die große Beschleunigung macht auch vor dem Journalismus nicht halt. „Wir leben in einer Welt voller Exponentialfunktionen“, sagt der Kognitionspsychologe und diesjährige Keynote-Speaker Christian Stöcker. Was hat es für Folgen, wenn die Transformation so laut an die Redaktionstür klopft, dass das Ignorieren nun wirklich nicht mehr funktioniert?
Pessimismus und Verteufelung führen in eine gefährliche Sackgasse. „Wir brauchen eine konstruktive Auseinandersetzung mit dem Thema Künstliche Intelligenz, die sowohl die Chancen, als auch die Herausforderungen bedenkt. Und dazu gehört auch eine andere Denkweise, ein Mindshift in Richtung gemeinsamer Zukunftskreation“, sagt Ute Korinth, Vorsitzende des Fachausschusses Online im Deutschen Journalistenverband, der die Veranstaltung organisiert.

Und genau darüber und viele weitere, den Journalismus bewegende Themen, werden Teilnehmende und Speaker*innen verschiedenster Fachrichtungen diskutieren. In zahlreichen Vorträgen und Panels teilen Expert*innen ihre Erfahrungen zu Glaubwürdigkeit, investigativem Journalismus, Mental Health, der Zukunft der sozialen Netzwerke, den Umgang mit Verschwörungstheorien und natürlich der künstlichen Intelligenz. Es wird Workshops geben zum Thema „Prebunking“, „Prompting für Einsteiger*innen“ und mehr.

Der im letzten Jahr erstmals erfolgreich durchgeführte Start-up-Pitch wird auch in Wuppertal stattfinden. „Besser Online“ bietet den Menschen hinter drei zukunftweisenden Ideen eine Bühne. Nalan Sipar, die Gewinnerin des Vorjahres ist als Moderatorin dabei.

Zum Abschluss wird die Transformationsbegleiterin und Mitgründerin des Start-ups „Reinventing Society“ Stella Schaller einen Blick in die Zukunft wagen. Eine Zukunft, in der Visionen und der Mut, Experimente zu wagen, eine entscheidende Rolle im Journalismus spielen werden.

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Neue Möglichkeiten für Transparenz und Storytelling

Lesen Sie hier das Interview mit mir im CSR-Magazin mit dem Thema „Neue Möglichkeiten für Transparenz und Storytelling“
— Read on csr-news.net/news/2020/02/16/neue-moeglichkeiten-fuer-transparenz-und-storytelling/