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Aufräumen in Brüssel?


In Brüssel wird aufgeräumt – aber nicht im besten Sinne.

Mit dem sogenannten Omnibus-Paket haben sich Rat und Parlament darauf geeinigt, die Schwellenwerte für CSRD-Berichtspflichten und die Sorgfaltspflichten nach CSDDD massiv anzuheben. Künftig reden wir nur noch über Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitenden und 450 Mio. Euro Umsatz, bei der Sorgfaltspflicht sogar ab 5.000 Mitarbeitenden und 1,5 Mrd. Euro Umsatz. In den Pressemitteilungen klingt das nach „Entlastung“, nach „Vereinfachung“ und „Wettbewerbsfähigkeit“.

Schaut man genauer hin, bleibt vor allem eines zurück: ein ziemlich verbeultes Thema Nachhaltigkeit.

In den vergangenen drei Jahren ist ein Berichtssystem aufgebaut worden, das zugleich zu viel und zu wenig wollte: zu viel, weil die ursprünglichen ESRS-Standards handwerklich schwach waren, voller Redundanzen, Unklarheiten und Detailanforderungen, die Unternehmen mit hunderten KPIs überzogen hätten. Zu wenig, weil diese Überfrachtung die eigentliche Sinnfrage nie überzeugend beantwortet hat: Wozu das alles – außer um ein Häkchen im Compliance-System zu setzen?

In vielen Unternehmen hat das enorme Ressourcen gefressen. Teams haben Frameworks entwickelt, Softwareplattformen gebaut, Daten gesammelt, Prozesse umgebaut – häufig ohne dass klar war, wie all diese Zahlen die strategische Ausrichtung und das operative Ergebnis am Ende wirklich verbessern sollen. Für eine tragfähige Nachhaltigkeitsstrategie bräuchte es eben nicht nur (wenige) gute Kennzahlen, die ins Geschäftsmodell greifen und erst recht nicht eine mehrhundertseitige Berichtsmaschine. Sondern Systeme, die den Großteil der Energie für die Transformation von Produkten, Geschäftsmodellen und Lieferketten vorsehen. Stattdessen wurde Energie in das Abarbeiten eines schlecht gebauten Korsetts gesteckt.

Dann kam der Rückwärtsgang. Die Rolle rückwärts seit Ende 2024 – Straffung der ESRS, Anhebung der Schwellenwerte, Entschärfung der Sorgfaltspflichten – war inhaltlich in manchem Punkt vernünftig. Aber kommunikativ ist sie ein Desaster. Denn in den Unternehmen stehen jetzt genau diejenigen im Gegenwind, die das Thema ernst genommen haben. Sie hören Spott von denjenigen, die immer gesagt haben: „Das setzt sich nie durch. Wartet ab, Brüssel rudert schon zurück.“

Mit der politischen Korrektur ist nicht nur Glaubwürdigkeit in Brüssel und Berlin verloren gegangen. Auch diejenigen, die intern für Nachhaltigkeit einstehen, haben einen Teil ihrer Argumentationsbasis eingebüßt. Wie soll man nach Jahren des Aufbaus erklären, warum Ressourcen nun wieder umgeschichtet werden, warum Unsicherheit herrscht, ob welche Pflichten wann und wie kommen? Die Anschlussfragen liegen auf der Hand: Was passiert mit der deutschen Umsetzung der CSRD? Was ist mit der EUDR, die erneut verschoben wird? Wird das Ganze irgendwann einfach leise beerdigt?

Das Ergebnis: Nachhaltigkeit hat eine ordentliche Delle. Und sie ist nicht nur kommunikativ, sondern kulturell.

Wenn Nachhaltigkeit drei Jahre lang als bürokratisches Monster durchs Dorf getrieben wird, darf man sich nicht wundern, wenn viele Mitarbeitende beim Thema inzwischen innerlich abwinken. Aus einem Transformationsprojekt ist eine Compliance-Chiffre geworden. Aus einem Zukunftsthema wurde ein weiteres Regulierungsfeld, das man „irgendwie erledigen“ muss – bis die nächste politische Wendung kommt.

Genau hier beginnt für mich die eigentliche Diskussion und die ist eigentlich auch nicht neu – in den inzwischen beinahe 20 Jahren in dem Thema ist mir dieses Dilemma immer wieder begegnet.

Denn kein Gesetz der Welt kann Nachhaltigkeit zu dem machen, was sie im Kern sein muss: eine strategische, wertebasierte Aufgabe. Recht setzt Grenzen, schafft Mindeststandards, definiert rote Linien. Das ist wichtig, notwendig und im besten Fall hilfreich. Aber Recht erzeugt keine innere Haltung. Es ersetzt keine unternehmerische Verantwortung. Und es befreit niemanden von der Frage, wofür ein Unternehmen im Kern da ist und wie es seine Wertschöpfung so gestaltet, dass sie auch in zehn oder zwanzig Jahren noch trägt.

Wenn Nachhaltigkeit primär als Erfüllung von Berichtspflichten verstanden wird, ist sie schon verloren.

Ein Unternehmen, das seine Lieferkette nur deshalb anschaut, weil es einen „Due-Diligence-Haken“ braucht, verschenkt genau den Mehrwert, den ein gutes Lieferkettenmanagement haben könnte: Risikominimierung, Resilienz, bessere Beziehungen zu Partnern, eine stabilere Versorgung, neue Innovationschancen. Wenn Klimarisiken, Menschenrechte oder Biodiversität nur in Excel auftauchen, nicht aber im Geschäftsmodell, in der Produktentwicklung, in der Standortstrategie, dann ist das nicht Nachhaltigkeitsmanagement – das ist Verwaltungsroutine mit ESG-Etikett.

Hier liegt der eigentliche Schaden des ganzen Prozesses:

Nicht, dass Regeln vereinfacht und Schwellen angepasst wurden – darüber kann man sachlich streiten. Sondern, dass in der öffentlichen Wahrnehmung der Eindruck entstanden ist: „Nachhaltigkeit war überzogen, ideologisch, praxisfern – und jetzt wird der Spuk zum Glück zurückgefahren.“ Dieser Frame ist fatal. Er frisst sich in die Unternehmenskulturen, in die Köpfe derer, die ohnehin skeptisch waren. Und er ermutigt alle, die lieber im alten Modus weitermachen würden.

Als Christ und jemand, der mit der Soziallehre der Kirche arbeitet, sehe ich darin ein tieferes Problem.

Die katholische Soziallehre erinnert uns daran, dass Verantwortung nicht mit der Frage beginnt, was rechtlich gerade verlangt wird, sondern mit der Frage, was dem Menschen dient. Menschenwürde, Solidarität, Subsidiarität, Gerechtigkeit – das sind keine hübschen Ergänzungen für Sonntagsreden, sondern Leitlinien für unternehmerisches Handeln. Und sie gelten unabhängig davon, ob es eine CSRD, eine CS3D oder eine EUDR gibt.

Menschenwürde bedeutet: Ich darf nicht wegschauen, wenn entlang meiner Wertschöpfungskette Menschen unter prekären Bedingungen, ohne Arbeitsschutz oder unter Verletzung grundlegender Rechte arbeiten – auch dann nicht, wenn mich aktuell kein Paragraf dazu zwingt, genauer hinzusehen.

Solidarität bedeutet: Die Kosten ökologischer und sozialer Schäden nicht auf andere abzuwälzen – auf andere Länder, andere Generationen oder unsichtbare „Stakeholder“, die sich nicht wehren können.

Subsidiarität bedeutet: Verantwortung dort wahrzunehmen, wo ich tatsächlich Einfluss habe. Es reicht nicht, nach Brüssel zu zeigen und zu sagen: „Solange es keine klare Vorgabe gibt, können wir leider nichts tun.“ Unternehmen haben Handlungsspielräume, oft deutlich mehr, als sie zugeben.

Und Gerechtigkeit schließlich bedeutet, Verteilungskonflikte nicht zu romantisieren, sondern bewusst und fair auszuhandeln: Wer trägt welche Lasten, wer profitiert, wer wird systematisch ausgeschlossen?

Dass drei Jahre Regulierungs-Hickhack diese Fragen überlagert haben, ist tragisch.

Aber es muss nicht das letzte Wort sein. Die ökologische Realität wird dafür sorgen, dass das Thema zurückkehrt – Klimafolgen, Ressourcenknappheit, demographischer Wandel machen vor politischen Stimmungswechseln keinen Halt. Die Frage ist nur, in welcher Verfassung die Unternehmen dann sind: erschöpft von Berichtszyklen und Vertrauenserosion – oder gereift durch eine eigene, strategische Nachhaltigkeitsagenda, die über Compliance hinausgeht.

Vielleicht liegt genau hier die Chance in diesem Backlash.

Wenn der große Regulierungsanlauf sichtbar ins Schlingern geraten ist, könnte das ein Moment der Ehrlichkeit sein. Unternehmen können sich fragen: Was würden wir tun, wenn es all diese Richtlinien nicht gäbe – aus nüchterner unternehmerischer Vernunft und aus unserem eigenen Werteverständnis heraus? Welche Kennzahlen würden wir dann wirklich brauchen? Welche Lieferantenbeziehungen würden wir anders gestalten? Welche Produkte und Geschäftsmodelle würden wir bewusst umbauen oder aufgeben?

Nachhaltigkeit wird nur dann zu einem Zukunftsthema, wenn wir sie aus dem Schatten der Angst vor Sanktionen herausholen. Wenn sie verbunden wird mit der Frage nach der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit, der Resilienz von Geschäftsmodellen – und mit der schlichten Einsicht, dass Menschen, Umwelt und Märkte zusammengehören. Das ist weniger spektakulär als die großen Schlagzeilen über neue EU-Pakete. Aber es ist die stillere, tiefere Arbeit, die bleiben wird, wenn die nächste regulatorische Welle wieder kommt – und wieder abebbt.

Vielleicht ist das der Punkt, an dem wir neu ansetzen sollten:

Weniger Aufgeregtheit um Schwellenwerte, mehr ruhige Klarheit darüber, wofür Unternehmen Verantwortung tragen. Recht kann uns daran erinnern. Aber es kann uns diese Verantwortung nicht abnehmen.

Und vor allem muss klar werden, was die Unternehmen am Ende davon haben, weshalb es auch wirtschaftlich klug ist und auch ein ehrlicher Blick darauf, was aber eben auch keinen Sinn macht. Das gilt für persönliche Nachhaltigkeit, wie die von Unternehmen und auch für die nationale und Eu-Weite Strategie. Hier hatten wir zuviel Ideologie, Sprech- und Denkverbote.

Auf ein Neues!

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AI Governance: Warum gute Führung die entscheidende Ressource im KI-Zeitalter ist

Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Technologien, sondern die Art und Weise, wie Organisationen handeln, entscheiden und Verantwortung übernehmen. Viele Unternehmen spüren diese Veränderung, ohne sie bereits vollständig zu verstehen. Häufig wird KI wie ein neues Softwareprojekt behandelt – ein weiteres Digitalisierungsmodul, das man „einführt“, testet und in bestehende Abläufe einbettet. Und doch zeigt sich schnell: KI ist kein Tool. KI ist eine Entscheidungsumgebung. Sie verschiebt Verantwortung, verändert Prioritäten, schafft neue Abhängigkeiten und formt die Kultur einer Organisation.

Wer KI in sein Unternehmen integriert, gestaltet also weit mehr als technische Abläufe. Er gestaltet die moralische Architektur seiner Organisation.


Warum die Verantwortung nicht einfacher, sondern anspruchsvoller wird

Es ist ein verbreitetes Missverständnis, KI würde Verantwortung klarer machen. In Wirklichkeit geschieht das Gegenteil. Sobald Maschinen Muster erkennen, Optionen sortieren oder Vorschläge unterbreiten, entsteht ein unsichtbarer Zwischenraum: eine Art „Vorentscheidungsschicht“, die dem Menschen zuarbeitet, ohne selbst verantwortlich zu sein.

Manchmal verschwimmt dadurch sogar der Urheber:

War es die Fachkraft?

War es das System?

Oder die Datenbasis, die längst nicht mehr nachvollziehbar ist?

Diese Unschärfe ist keine technische Randfrage. Sie berührt das Zentrum jeder Organisation: die Frage, wer für welches Ergebnis tatsächlich verantwortlich ist. Die Antwort bleibt eindeutig: Verantwortung lässt sich nicht an Maschinen delegieren.

Aber sie lässt sich durch unklare Strukturen verschleiern.

Genau hier beginnt AI Governance.


Führung wird im KI-Zeitalter zur moralischen Aufgabe

Ethik und Governance werden oft als nachgelagerte Korrektive betrachtet – als regulatorische Absicherung oder als Reaktion auf Risiken. Doch im Kontext von KI funktioniert dieses Muster nicht mehr.

KI bringt Organisationen an eine Schwelle, an der sich drei Dinge entscheiden:

  1. Wie treffen wir Entscheidungen?
  2. Was halten wir für gute Gründe?
  3. Welche Verantwortung bleibt unteilbar menschlich?

Unternehmen, die diese Fragen nicht bewusst beantworten, geraten in einen Zustand „technischer Selbstläufigkeit“: Die Systeme bestimmen die Logik, nicht die Menschen.

Deshalb ist Governance keine technische Disziplin, sondern eine Führungsaufgabe.

Wenn Sie KI in einer Organisation einführen, müssen Sie zugleich eine Kultur schaffen, die Verantwortung trägt – nicht nur Aufgaben.


Der notwendige Rahmen: Was ein Governance-System leisten muss

Ein wirksames System entsteht nicht durch ein einzelnes Gremium oder ein paar Checklisten. Es entsteht, wenn vier Ebenen ineinandergreifen. Sie zeigen, wie Werte zu Strukturen werden – und wie Strukturen verantwortliches Handeln ermöglichen.

1. Normative Orientierung: Was ist unverhandelbar?

Jedes Unternehmen benötigt eine klare Idee davon, was die Organisation schützt: die Würde des Menschen, die Integrität von Entscheidungen, die Autonomie der Beschäftigten und das Vertrauen der Kunden. Diese Fragen müssen vor allen technischen Entscheidungen beantwortet sein, nicht erst im Nachhinein.

2. Strukturelle Verankerung: Wer entscheidet und wofür?

Klare Verantwortlichkeiten sind das Fundament jeder Governance. Dazu gehören ein interdisziplinäres Gremium, definierte Rollen entlang des gesamten Lebenszyklus eines Systems und Verfahren, die nicht nur Effizienz, sondern moralische Haltbarkeit ermöglichen.

Diese strukturelle Ebene entscheidet darüber, ob KI ein Werkzeug bleibt – oder ob sie die Organisation zu lenken beginnt.

3. Verlässliche Prozesse: Wie bleibt KI überprüfbar?

KI ist dynamisch. Deshalb müssen Unternehmen Mechanismen entwickeln, die im laufenden Betrieb greifen: Risikoanalysen, Modell-Dokumentationen, Monitoring, Bias-Erkennung, nachvollziehbare Entscheidungen und geordnete Eskalationswege. Prozesse schützen nicht vor Fehlern. Aber sie verhindern, dass Fehler unsichtbar werden.

4. Kultur und Kompetenz: Wie führen wir im digitalen Raum?

Eine Organisation kann nur so verantwortlich handeln, wie ihre Kultur es zulässt.KI verstärkt Muster. Sie verschärft gute, aber auch schlechte Gewohnheiten. Deshalb braucht Governance eine Kultur, die Offenheit, Urteilsfähigkeit, Kritikfähigkeit und Verantwortungsbereitschaft fördert.

Kurz gesagt: KI verlangt nicht nur neues Wissen, sondern neue Haltung.


Europa: mehr als Regulierung

Europa hat mit dem EU AI Act den weltweit anspruchsvollsten Rechtsrahmen geschaffen. Er ist notwendig – aber er ist nicht das Entscheidende. Sicherheit entsteht nicht allein durch Strenge, sondern durch Sinn.

Der Act legt die Mindeststandards fest. Was Europa zusätzlich einbringen kann, ist etwas anderes: eine geistige und moralische Tiefe, die auf einem besonderen Menschenbild beruht – einem Bild, das Würde, Verantwortung und Gemeinwohl zusammendenkt.

Deshalb gilt:

Europäische Governance wird nicht stark, weil sie streng ist, sondern weil sie versteht, wofür Technik da ist.

Der rechtliche Rahmen schützt – doch erst die geistige Orientierung füllt ihn mit Bedeutung.


Worauf es jetzt ankommt

Es genügt nicht, KI „einzuführen“.

Unternehmen müssen entscheiden, in welchem Geist sie Technologie nutzen wollen.

Das bedeutet:

  • Verantwortung sichtbar halten
  • Transparenz nicht als Pflicht, sondern als Haltung verstehen
  • Entscheidungen nicht an Modelle delegieren, sondern durch Modelle vorbereiten
  • Menschliche Urteilskraft schützen
  • Risiken rechtzeitig erkennen – moralisch ebenso wie technisch

KI kann Prozesse verbessern und Horizonte erweitern.

Aber sie kann keine Verantwortung ersetzen.

Nur Organisationen, die diesen Unterschied ernst nehmen, werden langfristig Vertrauen erzeugen – bei Kunden, Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit.


Zum Schluss: ein Hinweis für die Praxis

Für viele Unternehmen ist die größte Herausforderung der Anfang: Wo steigt man ein?

Wie verbindet man normative Orientierung mit strukturellen Anforderungen?

Wie übersetzt man Verantwortung in konkrete Abläufe?

Um genau diesen Übergang nachvollziehbar zu machen, habe ich einen AI Governance Kompass entwickelt: ein Orientierungswerkzeug das Führungskräften hilft, ihre eigene Governance-Architektur Schritt für Schritt aufzubauen – kompatibel mit der aktuellen Regulatorik und mit den Anforderungen moderner Organisationen.

Bei Fragen dazu – einfach melden. Kontakt.

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Vortrag beim 2. Lieferanten-Forum der Genossenschaft Deutscher Brunnen in Frankfurt am Main – Twin Transformation: Klimaschutz und Digitalisierung in den Lieferketten

Am 5. Juni 2025 war ich zu Gast beim 2. Lieferanten-Forum der Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB) in Frankfurt. Dort durfte ich vor zahlreichen Vertretern der Getränkebranche einen Vortrag über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Digitalisierung halten. Die Veranstaltung stand unter dem Leitgedanken „Twin Transformation: Klimaschutz und Digitalisierung in den Lieferketten“ und bot eine hervorragende Gelegenheit, über die Zukunft der Branche im Spannungsfeld zwischen regulatorischen Anforderungen, gesellschaftlichen Erwartungen und unternehmerischer Verantwortung zu diskutieren.

Im Mittelpunkt meines Vortrags stand die Frage, wie Unternehmen der Getränkewirtschaft Nachhaltigkeit glaubwürdig in ihre Markenführung und Unternehmensstrategie integrieren können. Ich erläuterte die neuesten regulatorischen Entwicklungen auf europäischer Ebene, darunter die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) sowie die Green Claims Directive. Dabei zeigte ich auf, welche Herausforderungen und Chancen sich aus der „Stop-the-Clock“-Richtlinie und dem Omnibus-Paket ergeben. Gerade für mittelständische Unternehmen in der Getränkebranche bedeutet die Umsetzung dieser Regulierungen eine anspruchsvolle Aufgabe, die jedoch zugleich eine große Chance bietet, sich durch nachhaltiges Handeln und transparente Kommunikation im Markt zu positionieren.

Ein weiterer Schwerpunkt meines Vortrags war das veränderte Konsumverhalten im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Eine Vielzahl von Studien belegen, dass Nachhaltigkeit für Verbraucher ein wichtiges Thema bleibt. Dennoch besteht eine deutliche Kluft zwischen dem Wunsch nach nachhaltigen Produkten und dem tatsächlichen Kaufverhalten – eine sogenannte Value-Action-Gap. Für Unternehmen bedeutet dies, dass nachhaltige Lösungen nicht nur vorhanden sein müssen, sondern auch so kommuniziert werden müssen, dass sie glaubwürdig und relevant für die Konsument:innen sind. Ich betonte, dass die Marke dabei als Vertrauensanker dient und eine zentrale Rolle spielt, wenn es darum geht, Orientierung in einem komplexen Informationsumfeld zu bieten.

Besonders wichtig ist es, Nachhaltigkeit nicht isoliert als Marketingbotschaft zu verstehen, sondern sie eng mit Qualität, Preis-Leistungs-Verhältnis und echter Wirkung zu verknüpfen. In diesem Zusammenhang stellte ich das Scope-Modell zur nachhaltigen Markenführung vor. Dieses Modell zeigt auf, wie Unternehmen Nachhaltigkeit auf vier Ebenen wirksam umsetzen können: in ihrer Performance, in der Zusammenarbeit mit Partnern, in der Beziehung zu ihren Kund:innen und im gesellschaftlichen Kontext. Nur wenn alle diese Ebenen ineinandergreifen, kann eine nachhaltige Markenführung gelingen, die Vertrauen schafft und echten Impact erzielt.

Ich danke der GDB, insbesondere Tobias Bielenstein für die Einladung und allen Teilnehmenden für den intensiven und wertvollen Austausch. Wer mehr über meine Arbeit rund um nachhaltige Markenführung, regulatorische Anforderungen und den Wandel im Konsumverhalten erfahren möchte, findet weitere Informationen hier meiner Webseite

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Nachhaltige Markenführung mit dem Scope-Modell: So gelingt die Umsetzung

Nachhaltigkeit ist längst kein reines Kommunikationsthema mehr. Marken, die heute überzeugen wollen, müssen mehr leisten als gut gemeinte Aussagen. Sie müssen Wirkung zeigen – intern, extern, gesellschaftlich. Genau hier setzt das Scope-Modell an, das mein Kollege Prof. Dr. Jan-Dirk Kemming und ich entwickelt haben.

Wir haben dieses Modell im Jahr 2024 in der St.Gallen Marketing Review publiziert. 

St.Gallen Marketing Review

In Teil 1 dieses Blogbeitrags habe ich den strategischen Rahmen vorgestellt: Vier Scopes, mit denen Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsleistung differenzieren, strukturieren und kommunizieren können. In diesem zweiten Teil zeige ich, wie Unternehmen das Modell konkret anwenden können – mit Blick auf Mitarbeiter:innen, Kunden, Digitalisierung und gesellschaftliche Wirkung.

Mitarbeitende befähigen: Nachhaltigkeit von innen denken

Nachhaltigkeit beginnt im Unternehmen – aber sie lebt erst durch die Menschen, die sie umsetzen. Der Scope 2 des Modells fragt deshalb: Wie aktivieren wir Mitarbeitende, Partner und Netzwerke für eine glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategie?

Die Realität zeigt: Noch fehlt vielen Beschäftigten der ganzheitliche Blick auf Nachhaltigkeit. Zwar steigt das Interesse – doch es braucht gezielte Befähigung, konkrete Aufgaben und Entscheidungsfreiräume, damit aus Haltung auch Handlung wird.

Besonders wichtig: Auch informelle Strukturen und Graswurzelinitiativen spielen eine Rolle. Sie machen deutlich, wie sehr kulturelle und kommunikative Dynamiken den Unterschied zwischen Papierstrategie und gelebter Praxis ausmachen.

Nachhaltigkeit an der Kundenschnittstelle: Empowerment mit Augenmaß

In Scope 3 rückt die Frage in den Mittelpunkt: Wie ermöglichen wir Konsument:innen, nachhaltig zu handeln?

Das reicht von Reparaturservices über Pflegehinweise bis zu digitalen Produktpässen und virtuellen Rückgabesystemen. Entscheidend ist aber auch: Kunden sind keine „Verbündeten per Vertrag“. Nicht jede Marke wird zum Lebenspartner. Umso wichtiger ist ein Kommunikationsstil, der ermutigt statt belehrt – konkret, transparent, unterstützend.

Ein inspirierendes Beispiel: Unternehmen wie Vaude setzen auf Second-Hand-Plattformen, Repair-Angebote und umfassende Materialtransparenz. Nicht als Greenwashing – sondern als echte Einladung zum Mitmachen.

Künstliche Intelligenz & Digitalisierung als Enabler

Ein unterschätzter Hebel für nachhaltige Markenführung ist die Twin Transformation: die Verknüpfung von Nachhaltigkeit mit digitalen Technologien. Vor allem Künstliche Intelligenz (KI) kann hier zum Enabler werden:

  • Analyse von ESG-Daten in Echtzeit (Scope 1)
  • Feedbacksysteme und adaptive Kommunikation für Mitarbeiter:innen (Scope 2)
  • Interaktive Produktberatung und Reparaturhilfen für Kund:innen (Scope 3)
  • Medienresonanzanalyse und Impact-Partner-Screening (Scope 4)

Entscheidend ist: KI darf nicht ersetzen, sondern soll unterstützen, verknüpfen und verständlich machen. Richtig eingesetzt, wird sie zur Brücke zwischen Nachhaltigkeit, Markenstrategie und gelebter Praxis.

Medienwandel & neue gesellschaftliche Rollen

Scope 4 erweitert den Blick: Welche Rolle spielt die Marke im gesellschaftlichen Diskurs?

In einer fragmentierten Medienlandschaft müssen Unternehmen lernen, ihre Narrative bewusst zu gestalten – glaubwürdig, reflektiert, anschlussfähig. Das bedeutet auch: Desinformation erkennen, Verantwortung übernehmen, partnerschaftlich mit NGOs, Medien und Kulturakteuren kooperieren.

Besonders wirksam: Impact-Sponsoring, Co-Creation mit Zivilgesellschaft und authentische Corporate Publishing-Formate. Wer hier agiert, wird vom Sender zum Teil des öffentlichen Diskurses.

Was Sie ab morgen tun können

Sie möchten anfangen? Dann empfehle ich fünf erste Schritte:

  1. Wirkungslandkarte erstellen: Welche Themen spielen in Scope 1–4 aktuell eine Rolle?
  2. Interdisziplinäres Team aufstellen: Integrieren Sie Kommunikation, HR, Nachhaltigkeit, Produktentwicklung.
  3. Wirkungslücken erkennen: Wo leisten Sie viel – aber kommunizieren zu wenig?
  4. Mit einem Scope starten: Kleine Pilotprojekte mit klarer Zielsetzung helfen beim Einstieg.
  5. Externe Resonanzpartner suchen: Forschung, NGOs oder Peer-Unternehmen bieten hilfreiches Feedback.

Fazit

Scope-basierte Markenführung ist kein Modebegriff. Sie ist ein Weg, um Komplexität zu strukturieren, Wirkung sichtbar zu machen – und Marken glaubwürdig, differenziert und zukunftsfähig zu führen.

Sie möchten das Modell in Ihrem Unternehmen anwenden?
Ich begleite Sie gerne mit einem maßgeschneiderten Beratungsangebot – strategisch, operativ, kommunikativ.

Jetzt mehr erfahren – Beratung zur nachhaltigen Markenführung

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Speaker auf Digital X in Köln

Freue mich diesmal als Speaker mit dabei zu sein, bei der #DigitalX in Köln. Auf der Nachhaltigkeitsbühne werde ich mit Eckhart von Hirschhausen über die Herausforderungen für Unternehmen sprechen und gemeinsam mit zwei tollen Kolleginnen unserer Schwesterhochschule EcoSign Kea Berdyszak und Julia König auch tolle Projekte und Lösungen unserer Studierenden zeigen.

#Nachhaltigkeit

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Brands for Future – St.Gallen Marketing Review Artikel

New #Publication & Good news for #BrandsforFuture – How to think and plan #brands and #brand conception in the course of a holistic and sustainable #corporate strategy and against the background of comprehensive #regulation by #csrd# greenclaims #csddd etc.? I have pursued this question together with my colleague Jan Dirk Kemming. The result is a proposal for a new #brand model, which we have now had the honour of presenting in the current issue of #MarketingReviewStGallen (@HSGStGallen) entitled ‘The Role of #Marketing in the #GreenEconomy’. A key aim of our #Scope model is to increase the connectivity of general management and #sustainability management on the one hand and (sustainability) communication and marketing on the other.

We also wanted to broaden the view and focus on what is ultimately the purpose of all sustainability efforts: the #Impact, which by its very nature needs a broader focus. My first thanks go to my great colleague Jan Dirk Kemming for the impulse and the great and committed cooperation. Many thanks also to Prof. Dr. Johanna Gollnhofer and the Marketing Review team for the excellent coordination and organisation of the review process. We look forward to your feedback and suggestions and hope that the new model will provide many ideas and impulses for practice and research. Please get in touch with us if you have any suggestions etc. The next suitable venue for a direct discussion could be the BAM! Bock auf Morgen Festival in #Berlin, where I might be on site for a panel. We are also in the process of publishing a book on the topic of brand & #sustainability for

@Springernomics . If you would like to contribute an exciting #brand case, please get in touch with me. #sustainabilitycommunication#csr#greenwashing

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Sustainability Basics: Green Claims Directive

In einer Welt, die zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit legt, hat die Europäische Union die Green Claims Directive eingeführt, um den wachsenden Bedarf an Transparenz und Wahrhaftigkeit in Umweltaussagen zu adressieren. Dieser Artikel bietet Unternehmen einen detaillierten Überblick über diese neue Richtlinie, erklärt ihre Bedeutung und skizziert, was in Zukunft von Unternehmen erwartet wird.

Was ist die Green Claims Directive? Die Green Claims Directive ist eine Initiative der Europäischen Union, die darauf abzielt, falsche oder irreführende Umweltbehauptungen zu bekämpfen. Sie stellt sicher, dass alle Umweltaussagen – sei es in der Werbung, auf Verpackungen oder in anderen Kommunikationsmitteln – wahrheitsgetreu, klar und nachweisbar sind. Die Directive gilt für alle Unternehmen, die ihre Produkte oder Dienstleistungen in der EU vermarkten, mit Ausnahme kleiner Unternehmen.

Warum gibt es die Green Claims Directive? Angesichts des steigenden Bewusstseins und Interesses der Verbraucher an nachhaltigen Produkten, hat die EU erkannt, dass es entscheidend ist, ein vertrauenswürdiges und transparentes Umfeld zu schaffen. Die Directive soll „Greenwashing“ verhindern – eine Praxis, bei der Unternehmen ihre Produkte fälschlicherweise als umweltfreundlicher darstellen, als sie tatsächlich sind. Diese Maßnahme soll das Vertrauen der Verbraucher in grüne Behauptungen stärken und gleichzeitig die Unternehmen dazu anregen, echte nachhaltige Praktiken zu fördern.

Hauptmerkmale der Directive

  • Wahrheit und Klarheit: Alle Umweltaussagen müssen auf Fakten basieren und dürfen den Verbraucher nicht in die Irre führen.
  • Vollständige Lebenszyklusanalyse: Produkte und Dienstleistungen müssen in Bezug auf ihre gesamten Umweltauswirkungen bewertet werden, von der Herstellung bis zur Entsorgung.
  • Wissenschaftliche Fundierung: Behauptungen müssen auf der neuesten Wissenschaft und anerkannten Methoden basieren.
  • Transparenz: Unternehmen müssen bereit sein, ihre Umweltbehauptungen zu belegen und relevante Informationen auf Anfrage zur Verfügung zu stellen.

Was wird von Unternehmen erwartet?

  1. Überprüfung und Anpassung von Umweltaussagen: Unternehmen müssen ihre aktuellen Marketingstrategien überprüfen und sicherstellen, dass alle Umweltaussagen den neuen Vorgaben entsprechen.
  2. Implementierung von Nachhaltigkeitspraktiken: Die Directive ermutigt Unternehmen, über ihre Marketingstrategien hinaus nachhaltige Praktiken in ihre Geschäftsmodelle zu integrieren.
  3. Bereitstellung von Nachweisen: Unternehmen müssen in der Lage sein, ihre Umweltaussagen durch wissenschaftliche Beweise und Studien zu stützen.
  4. Fortlaufende Compliance und Überwachung: Es wird erwartet, dass Unternehmen die Einhaltung der Richtlinien kontinuierlich überwachen und ihre Praktiken entsprechend anpassen.

Die Green Claims Directive ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und transparenteren Wirtschaft. Sie bietet nicht nur Schutz für Verbraucher, sondern schafft auch einen Anreiz für Unternehmen, authentische und wirksame Nachhaltigkeitspraktiken zu verfolgen. In Zukunft wird von Unternehmen erwartet, dass sie nicht nur ihre Marketingstrategien anpassen, sondern auch einen ganzheitlichen Ansatz für Nachhaltigkeit in ihren Geschäftsmodellen verfolgen. Durch die Einhaltung dieser Richtlinien können Unternehmen nicht nur regulatorischen Anforderungen gerecht werden, sondern auch als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit agieren und somit ihr Image und ihre Glaubwürdigkeit bei den Verbrauchern stärken.

Die Green Claims Directive ist ein entscheidender Schritt nach vorne in der europäischen Umweltpolitik. Für Unternehmen bedeutet dies eine Chance, sich als verantwortungsbewusste und zukunftsorientierte Akteure zu positionieren. Durch die Einhaltung der Richtlinien können sie das Vertrauen der Verbraucher gewinnen und einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

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Advocation Partner bei R 3.0 dem Think Tank & Netzwerk für nachhaltigen Impact

Wir haben Probleme im Nachhaltigkeitsland – oder wie es Ralph Thurm, Gründer von R3.0 dem internationalen Think Tank und Netzwerk für Nachhaltige Transformation gern bezeichnet „ESG-Lala-land“ – Der Grund: Noch immer reden wir bei Nachhaltigkeitsberichten und im Nachhaltigkeitsmanagement davon, wie wir unsere Wirtschaft und Unternehmen „weniger schlecht“ aufstellen, aber nicht wie wir „wirklich gut“, sprich wirklich nachhaltig werden.

Nimmer man heute einen Nachhaltigkeitsbericht zu Hand – und das ändert sich mit #CSRD und #ESRS leider nicht – dann erfahren wir sehr viel über das Unternehmen, nur leider nicht, ob es ein nachhaltiges Unternehmen ist. Es bleibt schlicht im Dunkeln, ob die Arbeitsweise des Unternehmens mit planetaren Grenzen, lokalen Belastungsräumen etc. zusammenpasst und die Nachhaltigkeits-bemühungen bleiben meist ohne jeden Kontext im luftleeren Raum stehen.

Dabei müsste das nicht sein. Längst gibt es Konzepte einer kontexbezogenen Nachhaltigkeit, die unter anderem von Ralph Thurm und Bill Baue und vielen anderen internationalen tollen Kolleginnen und Kollegen entwickelt wurden und auch Open Source bspw. in entsprechenden Blueprints zur Verfügung gestellt werden.

Ich kenne und schätze die Arbeit des Netzwerkes seit vielen Jahren und bin deshalb nun als Advocation Partner mit an Bord zu sein. Gern möchte ich mithelfen die Ideen und Konzepte zu den Unternehmen zu tragen und diese in der gemeinsamen Arbeit und Diskussion auch weiterzuentwickeln.

Beispielsweise am 12. und 13. September in Amsterdam – dort findet die jährliche R3.0 Konferenz statt. Melden Sie sich jetzt an. Es würde mich freuen, wenn wir uns dort sehen. Hier gehts zur Konferenz.

Über R3.0

„r3.0 promotes Redesign for Resilience and Regeneration. As a global common good not-for-profit platform, r3.0 crowdsources open recommendations for necessary transformations across diverse fields and sectors, in response to the ecological and social collapses humanity is experiencing, in order to achieve a thriving, regenerative and distributive economy and society.

r3.0 catalyzes the transformation to a regenerative and inclusive global economy by: 1. Crowd-sourcing expert inputs on Blueprints with recommendations on their redesign for next generation practices in the fields of 1) reporting, 2) accounting, 3) data and 4) new business models; 2. Supporting the piloting of these recommendations to prove their viability; and, 3. Scaling up these new practices through Dissemination Programs and Solutions building. Our different activities are bundled in a work-ecosystem to enable a continuous exchange of feedback and cross-pollination.

We believe that reporting has the potential to leverage necessary transformation of the global economy. We believe that transparency drives accountability, both reactively to amend degenerative practices, and proactively to activate regenerative practices in better informed markets.“

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Podcast Folge 6: Prof.Dr. Hannah Trittin-Ulbrich über Change Agents für eine nachhaltige Transformation

In der sechsten Folge meines Podcasts „Wandel und Wirkung – Nachhaltige Transformation von Management und Kommunikation“ freue ich mich besonders, mit einer tollen Kollegin sprechen zu können, Hannah Trittin-Ulbrich von der Leuphana Universität Lüneburg. Sie ist dort Professorin für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Unternehmen in der Gesellschaft. Sie forscht seit vielen Jahren zu Corporate Social Responsibility und Nachhaltigkeitskommunikation, aber in den letzten Jahren auch verstärkt zu Corporate Digital Responsibility und neuen Formen der Arbeit und des Organisierens und in diesem Zusammenhang mit einem Blick auf Change-Agents für nachhaltige Unternehmensentwicklung. 

Die Arbeit und die Publikationen von Hannah Trittin-Ulbrich sind hochspannend und ein tieferer Blick sei für alle Nachhaltigkeitsprofis und die die es werden wollen sehr empfohlen (siehe Links weiter unten).

Dementsprechend unterhalten wir uns auch über eine große breite von Themen aus dem Management von Nachhaltigkeit, der Kommunikation von Nachhaltigkeit, der Nützlichkeit von Nachhaltigkeitsforschung und natürlich auch über die Bedingungen von Wandel und die aktuellen und kommenden Herausforderungen, auch im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz. Viel Spass!

Folge 6: Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich

Wenn Sie Interesse haben mit mir zu sprechen oder konkrete Beratung für Ihr Unternehmen suchen, melden Sie sich gern über das Kontaktformular: https://riccardo-wagner.de Ich freue mich über Ihren Kontakt – Gern auch per LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/riccardo-wagner/

Hier gehts zur Video-Version: https://youtu.be/LBYjIrEndsA

Mehr Infos & Kontakt zu Prof.Dr. Hannah Trittin-Ulbrich

https://www.leuphana.de/institute/imo/personen/hannah-trittin-ulbrich.html

https://www.linkedin.com/in/prof-dr-hannah-trittin-ulbrich-652a4642/

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Dr. Meike Gebhard zu Gast im Podcast-Interview zum Thema Nachhaltigkeits-Kommunikation

Aktuell: Sie brauchen Unterstützung, Feedback oder Coaching zur #CSRD und den #ESRS? Buchen Sie eines meiner Seminare oder kontaktieren Sie mich für Beratung.

In der neuesten Folge meines Podcast“Wandel & Wirkung – Nachhaltige Transformation für Management und Kommunikation“ ist Dr. Meike Gebhard mein Gast. Sie ist Geschäftsführerin der Internetplattform Utopia.de und des Beratungsunternehmens Utopia Values sowie Gründerin der auf Nachhaltigkeit spezialisierten Agentur below1. 

Dr. Meike Gebhard

Meike ist eine der führenden Expertinnen zum Thema Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitskommunikation und hat in den letzten Jahren Utopia.de zu einer der führenden deutschen Plattformen für Nachhaltigkeitsinformationen gemacht. Nur wenige haben so tiefe Einblicke in die Entwicklung des Themas Nachhaltigkeit und die Besonderheiten und Anforderungen an gelungene verbraucherorientierte Nachhaltigkeitskommunikation.

Wir unterhalten uns in dieser Folge über: 

– Die Entwicklung und Veränderungen in der Nachhaltigkeitskommunikation in den letzten Jahren

– Die besonderen Regeln und Anforderungen an Nachhaltigkeitskommunikation

– Wie Nachhaltigkeit glaubwürdig kommuniziert werden kann

– Ob Nachhaltigkeit überhaupt noch ein USP sein kann

– Wie man Nachhaltigkeit sinnvoll in eine Marke integrieren kann

– Wie läßt sich der mit Nachhaltigkeit verbundene Change sinnvoll kommunizieren

– Ihre Einschätzung zur aktuellen EU-Regulierung wie der #CSRD, #ESRS, #GreenClaims

Vielen Dank fürs Zuhören, sollten Sie weitere Fragen zu den Themen haben oder Schulung und Beratung für Ihre Nachhaltige Transformation benötigen, freue mich über Ihre Mail.

Folge 11: Jonas Spitra, Schott AG & Falko Müller, Sustainable AG im Gespräch Wandel & Wirkung – Kultur, Strategie, Führung & Kommunikation

In dieser Folge habe ich mit Jonas Spitra, Head of Sustainability Communication bei dem Spezialglashersteller Schott AG und Falko Müller, Berater bei der Sustainable AG gesprochen. Beide arbeiten gemeinsam seit mehreren Jahren gemeinsam an Projekten für den Mainzer Konzern. Eine sehr spannende Folge. Aus meiner Sicht gehört das was Schott im Bereich Nachhaltigkeit leistet sowohl im Managment als auch in der Kommunikation zum Feinsten, was wir in Deutschland zu bieten haben. Viel Spass beim Zuhören.
  1. Folge 11: Jonas Spitra, Schott AG & Falko Müller, Sustainable AG im Gespräch
  2. Folge 10: Nadine Schiller – WAGO Gruppe
  3. Folge 9: Haltungskommunikation – Ein Einspruch
  4. Folge 8: Bewahrung der Schöpfung – Christliche Perspektiven auf Umwelt – und Klimaschutz zwischen Panik & Hoffnung
  5. Folge 7: Prof.Dr. Jan Dirk Kemming über Apples Mother Nature Spot und Markenkommunikation & Nachhaltigkeit